Regeln f. wiederh. Auto-Entnahme

Nach jeder Produktionsrückmeldung wird ein Prozess zur wiederholten automatischen Entnahme ausgeführt. Mit diesem Prozess wird gesteuert, welche Komponenten in welcher Menge und an welchem Lagerplatz dem Bestand zu entnehmen sind. Außerdem können über diese Funktion automatisch alle Maschinen- und Lohnarbeitsgänge im Zusammenhang mit dem gefertigten Artikel rückgemeldet werden, wenn Produktionsarbeitspläne verwendet werden. Die retrograde Entnahme kann als Teil des Eingasprozesses oder im Hintergrund ausgeführt werden.

Die für die Produktion entnommenen Komponenten werden durch die Stücklistenalternative zum Zeitpunkt der Produktion definiert. Die Produktionsrückmeldung kann für frühere oder spätere Versionen eines Artikels oder für Alternativstücklisten dieser Version erfolgen. Scheinbaugruppen können in der Stückliste auf 2 Arten definiert werden: durch Verwendung der fiktiven Planungsmethode für den Artikel oder durch Definition einer bestimmten Komponente als „Scheinverbrauchskomponente“ in der Produkt-Stückliste. Bei der automatischen Entnahme wird zunächst der verfügbare Scheinbaugruppenbestand entnommen; danach werden die Komponenten der nächsten Stücklistenstufe aufgeschlüsselt, damit eventuelle Restmengen berücksichtigt werden.

Alternativkomponenten werden bei der automatischen Entnahme vorrangig verwendet unter Berücksichtigung der Ersetzungseinschränkungen durch Datum, Menge und übergeordnete Artikel. Nebenprodukte, die durch eine Menge pro Baugruppe von weniger als null definiert sind, werden während des Rückmeldens in Lagerorte eingebucht – entweder unter Res./Entn. von Lagerplatz in der Struktur, in den ausgehenden Standort der Position oder in denselben Standort wie das gemeldete Element.

Komponenten werden aus einer Hierarchie von Bestandslagerplätzen entnommen, die so definiert ist, dass die zulässigen Lagerplätze für automatische Entnahmen gesteuert werden können. Innerhalb eines Standorts wird Material gemäß der für den Standort definierten Reservierungspriorität ausgegeben, beispielsweise nach dem FIFO-Prinzip (First In, First Out). Die Suchfolge lautet dabei wie folgt:

  1. Res./Entn. von Lagerplatz in der Produktstrukturkomponente.
    • Wenn Reserv./Entnahme aus auf Nur eingegebener Lagerplatz auf der Seite Bestandsartikel / Standardlagerplätze festgelegt wurde, wird die Logik auf dieser Ebene beendet.
  2. Arbeitsplatz Eingehende Standorte wenn die Komponente mit einem Arbeitsvorgang verknüpft ist.
    • Wenn Reserv./Entnahme extern auf Reservieren zulässig oder Nicht erlaubt festgelegt wurde, wird die Logik auf dieser Ebene angehalten.
    • Beachten Sie, dass eingehende Lagerorte, die mit einer Arbeitsplatzressource verknüpft sind, nicht berücksichtigt werden.
  3. Fertigungsstraße - Eingehende Standorte.
    • Wenn Reserv./Entnahme extern auf Reservieren zulässig oder Nicht erlaubt festgelegt wurde, wird die Logik auf dieser Ebene angehalten.
  4. Bodenlagerorte.
    • Wenn Reserv./Entnahme aus auf Nur Werkstattlager auf der Seite Bestandsartikel / Standardlagerplätze festgelegt wurde, endet die Logik auf dieser Ebene.
  5. Entnahmeorte.

Sind für den Standort Negativbestände zulässig, wird der Bestand entweder aus dem Entnahmelagerplatz oder aus dem Eingangslagerplatz der Fertigungsstraße oder vom ersten Standardlagerplatz des Artikels entnommen. Wenn der Lagerplatz irgendeine Reservierung aufweist, dann sucht das System nach dem nächsten möglichen Lagerplatz.