Geplante Lieferzusage
Die geplante Lieferzusage ist eine Auftragslieferschätzung, die auf den Beschränkungen einer
Organisation basiert. Es handelt sich um eine erweiterte Engine für Lieferzusagen, die in erster Linie
prüft, ob ein gewünschtes Lieferdatum für einen Kundenauftrag oder ein Verkaufsangebot eingehalten
werden kann oder nicht. Kann der gewünschte Liefertermin nicht eingehalten werden, wird ein neuer
möglicher Liefertermin berechnet. Die geplante Lieferzusage berücksichtigt den verfügbaren Bestand
und die offenen Lieferungen sowie optional die verfügbare Kapazität nach Abzug der bereits geplanten
Arbeitslast auf endlichen Arbeitsplätzen und Lohngruppen. Sie verarbeitet sowohl einstufige als auch
mehrstufige Produktstrukturen sowie einzelne und mehrere Standorte.
Die geplante Lieferzusage ist nicht nur eine Prüfung; optional ermöglicht sie das Speichern von
Interimsaufträgen, um Material sowie Kapazität zu halten. Auf diese Weise werden die Chancen, den
Liefertermin wie geplant einzuhalten, bedeutend gesteigert.
Die geplante Lieferzusage ist hauptsächlich für Arbeitsgänge "Nach Bestellungen
herstellen" und "Auftragsbezogene Konfiguration" vorgesehen.
Einstellungen mit Auswirkungen auf die geplante Lieferzusage
Die folgenden Einstellungen beeinflussen den Ablauf einer geplanten Lieferzusage, wenn sie automatisch gestartet
wird:
-
Geplante Lieferzusage auf der Registerkarte Bestandsartikel/Haupt:
Steuert, ob eine geplante Lieferzusage automatisch durchgeführt werden soll. Je nach gewählter Option
kann die geplante Lieferzusage den verfügbaren Bestand reservieren und Interimsaufträge speichern, um
zu verhindern, dass eine weitere geplante Lieferzusage dasselbe Material und dieselbe Kapazität verwendet.
Weitere Informationen finden Sie unter Geplante Lieferzusage starten,
Interimsauftrag reservieren und zuordnen und Ergebnis speichern.
-
Nur fix. Bedarf einschließen auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob
beim Verrechnungsverfahren im Rahmen der geplanten Lieferzusage nur feste Bedarfe oder alle Bedarfe
berücksichtigt werden sollen. Feste Bedarfe beziehen sich typischerweise auf Kundenauftragspositionen,
Fertigungsauftragspositionen und Bedarfe, die durch geplante Lieferzusagen erzeugt werden. Bei nicht-festen
Bedarfen handelt es sich in der Regel um geplante MRP-Bedarfe und nicht verbrauchte PP-Prognosen. Weitere
Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
-
Nur fix. Lieferungen einschließen auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob beim
Verrechnungsverfahren im Rahmen der geplanten Lieferzusage nur feste Lieferungen oder alle Lieferungen
berücksichtigt werden sollen. Bei festen Lieferungen handelt es sich in der Regel um Bestellpositionen,
Fertigungsaufträge und Lieferungen, die durch eine geplante Lieferzusage erstellt werden. Bei
nicht-festen. Lieferungen handelt es sich in der Regel um Bestellanforderungspositionen und
Fertigungsauftragspositionen. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
-
Neues Lieferdatum optimierenauf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob ein optimiertes neues Lieferdatum
berechnet werden soll, falls das angeforderte Lieferdatum nicht eingehalten werden kann, indem offene
Lieferungen berücksichtigt werden, die für Interimsaufträge verfügbar werden, wenn sie
für spätere Geplanten Liefertermine verplant sind. Durch die Berücksichtigung
dieser offenen Lieferungen können größere Mengen an Interimsaufträgen verrechnet werden,
wodurch sich die Zeit für die Fertigung/Beschaffung der Interimsaufträge verkürzen könnte.
Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen am Standort
aktiviert ist, kann diese Einstellung auch verwendet werden, um zu steuern, ob das neue Lieferdatum berechnet
werden soll, wenn untergeordnete Interimsaufträge so geplant werden können, dass sie mit dem Beginn
des Arbeitsgangs des übergeordneten Interimsauftrags, mit dem sie verknüpft sind,
übereinstimmen. Weitere Informationen finden Sie unter Planungsschritt 4: Iterierte Rückwärtsplanung.
- Als Hintergrundjob ausführen auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob die geplante Lieferzusage als
Hintergrundjob statt online ausgeführt werden soll.
-
MRP ausführen auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob bei
Durchführung der geplanten Lieferzusage für den angeforderten Artikel eine selektive MRP (oder
Projekt-MRP) als Hintergrundjob ausgeführt werden soll, um Zuordnungen für die Artikel in der
Struktur zu erstellen, die auf Lager geplant sind. Diese erstellten Zuordnungen sind nicht-feste Lieferungen
und nicht-feste Bedarfe. Sie werden bei zukünftigen geplanten Lieferzusagen berücksichtigt, um
sicherzustellen, dass der gleiche verfügbare Bestand und die gleichen offenen Lieferungen nicht erneut
verrechnet werden, wenn Nur fix. Bedarf einschl. und Nur fix. Lieferungen
einschl. deaktiviert sind. Weitere Informationen finden Sie unter Ergebnis
speichern.
Hinweis: Für den angeforderten Artikel wird anstelle einer selektiven MRP eine selektive Projekt-MRP
durchgeführt, wenn die Quellposition mit einer Projektaktivität verbunden ist. Der selektiven
Projekt-MRP folgen selektive MRP, wenn Artikel, die nicht im Projekt geplant sind, in der Struktur vorhanden
sind.
-
CRP ausführen auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Fertigung: Steuert, ob CRP integriert mit der selektiven MRP
(oder Projekt-MRP) ausgeführt werden soll, um Maschinen- und/oder Arbeitskapazitäten für die
Artikel in der Struktur zu buchen, die auf Lager geplant sind, und um sicherzustellen, dass dieselbe
Kapazität nicht durch eine andere geplante Lieferzusage in der Zukunft verwendet wird. Weitere
Informationen finden Sie unter Ergebnis speichern.
Die folgenden Einstellungen wirken sich auf die Ausführung von geplanten Lieferzusagen aus. Sie werden
festgelegt, wenn diese manuell über das Dialogfeld Gepl. Lieferzusage gestartet
werden:
-
Zuordnung: Steuert, ob verfügbarer Bestand reserviert werden soll oder nicht und ob
Interimsaufträge gespeichert werden sollen, um zu verhindern, dass eine weitere geplante Lieferzusage
dasselbe Material und dieselbe Kapazität verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag reservieren und zuordnen und Ergebnis speichern.
- Nur fix. Bedarf einschl: Gleiche Auswirkung wie Nur fix. Bedarf einschl
beim automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
- Nur fix. Lieferungen einschl: Gleiche Auswirkung wie Nur fix. Lieferungen
einschl beim automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
- Neues Lieferdatum optimieren: Gleiche Auswirkung wie Neues Lieferdatum
optimieren beim automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
- Als Hintergrundjob ausführen: Gleiche Auswirkung wie Als Hintergrundjob
ausführen beim automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
- MRP ausführen: Gleiche Auswirkung wie MRP ausführen beim
automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
- CRP ausführen: Gleiche Auswirkung wie CRP ausführen beim
automatischen Start der geplanten Lieferzusage.
Die folgenden Einstellungen wirken sich ebenfalls darauf aus, wie die geplanten Lieferzusage ausgeführt
wird, sowohl wenn sie automatisch als auch wenn sie manuell gestartet wird:
-
Planungszusage auf den Registerkarten Bestandsartikel/Fertigung,
Produktstruktur/Komponenten,
Variantenstückliste/Komponenten und
Rezeptstruktur/Komponenten: Steuert, welche Artikel in die geplante Lieferzusage
eingeschlossen werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftragsstruktur aufbauen.
-
Beschaffungscode auf der Registerkarte Kundenauftrag/Positionen oder
Verkaufsangebot/Positionen: Steuert, mit welchen Optionen für
Zuordnung die geplante Lieferzusage durchgeführt werden kann (siehe Geplante Lieferzusage starten), wie die Verrechnung ausgeführt wird (siehe
Interimsauftrag verrechnen) und wie Interimsaufträge in der
Interimsstruktur verworfen werden (siehe Ergebnis speichern).
-
Freigabe für Materialplanung unter Kundenauftrag/Positionen:
Steuert, mit welchen Optionen für Zuordnung die geplante Lieferzusage durchgeführt
werden kann (siehe Geplante Lieferzusage starten).
-
Zur Planung freigeben unter Verkaufsangebot/Positionen: Steuert, mit
welchen Optionen für Zuordnung die geplante Lieferzusage durchgeführt werden kann
(siehe Gepl. Lieferzusage starten).
-
Bezugsoption auf der Seite Verkaufsartikel/Allgemein/Bezug :
Steuert, wie die Verrechnung durchgeführt wird (siehe Interimsauftrag
verrechnen) und wie Interimsaufträge in der Interimsstruktur verworfen werden (siehe Ergebnis speichern), wenn mehrere Standorte zur Deckung des Bedarfs an der Bezugsquelle
der geplanten Lieferzusage verwendet werden.
-
Verrechnung auf der Registerkarte Bestand/Haupt: Wirkt sich auf den
Verrechnungsprozess aus. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
-
Standardbeschaffungstyp auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Planungsdaten/Allgemein/Informationen Artikelplanung : Wirkt sich auf
den Verrechnungsprozess aus. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
-
Verbrauchsposition auf der Registerkarte
Produktstruktur/Komponenten,
Variantenstückliste/Komponenten und
Rezepturstruktur/Komponenten : Steuert, wie die Verrechnung durchgeführt wird.
Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
-
MRP-Artikel auf der Registerkarte
Produktstruktur/Komponenten: Beeinflusst, wie
Interimsaufträge verrechnet, zugeordnet und reserviert werden, wenn die Quell-Kundenauftragsposition mit
einer Projektaktivität verbunden ist. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen und Interimsauftrag reservieren und zuordnen.
-
Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen auf der
Registerkarte Standort/Fertigung: Steuert, wie Interimsaufträge für
gefertigte Artikel geplant und terminiert werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Planungsschritt 1: Rückwärtsplanung, Planungsschritt 3: Rückwärtsplanung, Planungsschritt 4: Iterierte Rückwärtsplanung,
Planung eines Interimsauftrags und Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen.
-
Begrenzte Kapazität auf den Seiten Arbeitsplatz und
Lohngruppe Fertigung: Steuert, ob Interimsaufträge Arbeitsgänge nur dann
terminieren sollen, wenn nach Abzug der vorhandenen Auslastung noch freie Kapazität vorhanden ist. Weitere
Informationen finden Sie unter Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen.
-
Zu berücksichtigende Auslastungsursachen bei begrenzter Belastung auf der Registerkarte
Standort/Fertigung : Steuert, welche Arten von vorhandener Auslastung bei der
Terminierung eines Interimsauftrags-Arbeitsgangs auf begrenzten Arbeitsplätzen und/oder Lohngruppen
berücksichtigt werden sollen.. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen.
Hinweis: Die Aktivierung von MRP ausführen und CRP ausführen wird
nur empfohlen, wenn es notwendig ist, Zuordnungen zu erstellen und Kapazitäten für Artikel in der
Struktur zu buchen, die unmittelbar nach der geplanten Lieferzusage auf Lager geplant werden, um zu verhindern,
dass eine weitere geplante Lieferzusage dasselbe Material und dieselbe Kapazität verwendet. Dies kann sich
negativ auf die Leistung der Anwendung auswirken und auch die Material- und Produktionsplanungsprozesse
beeinträchtigen, da sich die Anforderungen und die Auslastung für Anforderungen zu unvorhersehbaren
Zeiten ändern können. Planen Sie gegebenenfalls die Ausführung der MRP, ggf. integriert mit der CRP,
zu festgelegten Zeiten anstatt nach jeder geplanten Lieferzusage.
Um die geplante Lieferzusage durchführen zu können, müssen die folgenden Voraussetzungen
erfüllt sein:
- Der Kundenauftrag darf nicht freigegeben und das Verkaufsangebot nicht gewonnen/verloren worden sein.
- Wenn der Artikel konfigurierbar ist, muss er konfiguriert worden sein.
- Um die geplante Lieferzusage von einem Kundenauftrag oder
Verkaufsangebot aus durchzuführen, muss der Beschaffungscode
Fertigungsauftrag, DOP-Auftrag, Lagerauftrag, Interne
Bestellung Transit oder Interne Bestellung Direkt lauten. Wenn der Beschaffungscode
Interne Bestellung Transit oder Interne Bestellung Direkt lautet, muss die
Bezugsoption für den Verkaufsartikel am Lieferstandort Fertigungsauftrag,
Lagerauftrag oder DOP-Auftrag lauten, und für die Bezugsoption
Fertigungsauftrag muss der Artikel den Artikeltyp Gefertigt haben.
- Fertigungsartikel müssen freigegebene Strukturen und Arbeitspläne haben.
- Der Artikeltyp darf nicht Nachgefertigt, Demontagekomponente,
Nebenprodukt, Co-Produkt oder Kern sein.
- Es wird empfohlen, die Verfügbarkeitsprüfung auf der Registerkarte
Bestandsartikel/Haupt zu deaktivieren.
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen für
den Standort aktiviert wurde, müssen die Arbeitsplätze über eine Ressource verfügen, die
innerhalb des gesamten ausgewerteten Datumsbereichs gültig ist.
Die geplante Lieferzusage kann entweder automatisch oder manuell gestartet werden. Wenn für den mit dem
Verkaufsartikel verknüpften Bestandsartikel Gepl. Lieferzusage entweder auf
Reservieren und zuordnen, Nur zuweisen oder Weder reservieren noch
zuordnen eingestellt ist, wird die geplante Lieferzusage automatisch mit der gewählten Option
gestartet, wenn eine neue Kundenauftragsposition mit dem Beschaffungscode DOP-Auftrag,
Fertigungsauftrag, Interne Bestellung Transit oder Interne
Bestellung gespeichert oder eine bestehende Position bearbeitet wird. Die anderen Einstellungen für
geplante Lieferzusage auf Bestandsartikel/Fertigung wirken sich
ebenfalls darauf aus, wie die geplante Lieferzusage ausgeführt wird, wenn sie automatisch gestartet wird. Die
geplante Lieferzusage kann nicht automatisch für eine Verkaufsangebotsposition durchgeführt
werden.
Wenn Gepl. Lieferzusage auf Keine autom. geplante Lieferzusage eingestellt
ist, müssen Sie die geplante Lieferzusage manuell starten, indem Sie die entsprechende Kunden- oder
Verkaufsangebotspositionen markieren, auf Gepl. Lieferzusage und dann auf Gepl.
Lieferzusage durchführen klicken. Bevor Sie im Dialogfeld Gepl. Lieferzusage auf
OK klicken, definieren Sie die entsprechenden Einstellungen im Abschnitt
Optionen:
- Optionen für Zuordnung: Wählen Sie in der Dropdown-Liste die entsprechende Art von
Reservierungs- und Zuordnungsoption, die für die geplante Lieferzusage verwendet werden soll. Folgende
Optionen stehen zur Verfügung:
- Reservieren und Zuordnen: Verfügbar, wenn Beschaffungscode auf
DOP-Auftrag gesetzt ist und die Kundenauftragsposition Freigabe für Mat.
Planung aktiviert hat oder das Verkaufsangebot sich im Status Freigegeben oder
Geändert befindet und Zur Planung freigeben aktiviert hat.
- Nur Zuweisen: Verfügbar, wenn Beschaffungscode entweder auf
DOP-Auftrag oder Fertigungsauftrag gesetzt ist und die
Kundenauftragsposition Freigabe für Mat. Planung aktiviert hat oder das Verkaufsangebot
sich im Status Freigegeben oder Geändert befindet und Zur
Planung freigeben aktiviert hat. Auch verfügbar, wenn der Beschaffungscode entweder auf
Interne Bestellung Transit oder Interne Bestellung Direkt gesetzt ist, die
Bezugsoption für den Verkaufsartikel am Lieferstandort DOP-Auftrag oder
Fertigungsauftragist , die Kundenauftragsposition Freigabe für Mat.
Planung aktiviert hat oder das Verkaufsangebot sich den Status Freigegeben oder
Geändert oder Zur Planung freigegeben aktiviert hat.
- Weder reservieren noch zuordnen: Verfügbar, wenn der Beschaffungscode entweder auf
DOP-Auftrag, Fertigungsauftrag, Lagerauftrag,
Interne Bestellung Transitoder Interne Bestellung Direkt eingestellt
ist.
- Nur fix. Bedarf einschl: Aktivieren Sie Nur fix. Bedarf einschl , wenn Sie
möchten, dass beim Verrechnungsverfahren nur feste Bedarfe und nicht alle Bedarfe in der geplanten
Lieferzusage berücksichtigt werden.
- Nur fix. Lieferungen einschl: Aktivieren Sie Nur fix. Lieferungen einschl ,
wenn Sie möchten, dass beim Verrechnungsverfahren in der geplanten Lieferzusage nur feste Lieferungen statt
aller Lieferungen berücksichtigt werden.
- Neues Lieferdatum optimieren: Aktivieren Sie Neues Lieferdatum optimieren ,
wenn Sie das neue Lieferdatum optimieren möchten. Es wird berechnet, wenn der Wunschliefertermin nicht
eingehalten werden konnte, indem offene Lieferungen berücksichtigt werden, die für
Interimsaufträge verfügbar werden, wenn diese für spätere Geplante
Liefertermine eingeplant sind. Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge
planen und erstellen am Standort aktiviert ist, aktivieren Sie diese Einstellung auch, wenn Sie
möchten, dass das neue Lieferdatum, das generiert wird, wenn das angeforderte Lieferdatum nicht erfüllt
werden kann, so berechnet wird, dass untergeordnete Interimsaufträge so geplant werden können, dass sie
mit dem Beginn des Arbeitsgangs des übergeordneten Interimsauftrags, mit dem sie verknüpft sind,
übereinstimmen.
- Als Hintergrundjob ausführen: Aktivieren Sie Als Hintergrundjob
ausführen , wenn Sie möchten, dass die geplante Lieferzusage nicht online, sondern als
Hintergrundjob ausgeführt wird.
-
MRP ausführen: Aktivieren Sie MRP ausführen, wenn Sie möchten,
dass eine selektive MRP (oder Projekt-MRP) als Hintergrundjob für den angeforderten Artikel ausgelöst
wird, sobald die geplante Lieferzusage abgeschlossen ist, um Zuordnungen für die auf Lager geplanten
Artikel in der Struktur zu erstellen. Diese erstellten Zuordnungen sind nicht-feste Lieferungen und nicht-feste
Bedarfe. Sie werden bei zukünftigen geplanten Lieferzusagen berücksichtigt, um sicherzustellen, dass
der gleiche verfügbare Bestand und die gleichen offenen Lieferungen nicht erneut verrechnet werden, wenn
Nur fix. Bedarf einschl. und Nur fix. Lieferungen einschl. deaktiviert sind.
Es ist nur möglich, MRP ausführen zu aktivieren:
- wenn die Option für Zuordnung entweder auf Reservieren und
zuordnen oder Nur zuweisen gesetzt ist.
- wenn der Beschaffungscode Lagerauftrag und Freigabe für
Planung/Freigabe für Materialplanung für das
Quell-Verkaufsangebot-/-Kundenauftragsposition aktiviert ist. Handelt es sich bei der Quelle um ein
Verkaufsangebot, muss der Status des Angebots Freigegeben oder
Geändert sein.
- wenn der Beschaffungscode Interne Bestellung Transit oder Interne Bestellung
Direkt, Freigabe für Planung/Freigabe für
Materialplanung für die Quell-Verkaufsangbots-/-Kundenauftragsposition aktiviert ist und die
Bezugsmöglichkeit für den Verkaufsteil am Lieferstandort ist Lagerauftrag. Handelt
es sich bei der Quelle um ein Verkaufsangebot, muss der Status des Angebots Freigegeben oder
Geändert sein.
Hinweis: Für den angeforderten Artikel wird anstelle einer selektiven MRP eine selektive Projekt-MRP
durchgeführt, wenn die Quellposition mit einer Projektaktivität verbunden ist. Der selektiven
Projekt-MRP folgen selektive MRP, wenn Artikel, die nicht im Projekt geplant sind, in der Struktur vorhanden
sind.
- CRP ausführen: Aktivieren Sie CRP ausführen, wenn Sie
möchten, dass eine CRP integriert mit der selektiven MRP (oder Projekt-MRP) ausgeführt wird. Eine CRP
bucht Maschinen- und/oder Arbeitskapazität für die Artikel in der Struktur, die auf Lager geplant sind,
und stellt sicher, dass dieselbe Kapazität nicht durch eine andere geplante Lieferzusage in der Zukunft
verwendet wird. CRP ausführen kann nur aktiviert werden, wenn MRP
ausführen aktiviert ist.
Algorithmus der geplanten Lieferzusage
Die geplante Lieferzusage besteht aus drei verschiedenen Phasen, einer Anfangsphase, einer Planungsphase und
einer Abschlussphase. Sie verwendet eine Interimsauftragsstruktur, die in der Anfangsphase aufgebaut wird. Die
Planungsphase umfasst vier Planungsschritte, aber nicht alle Schritte werden bei jeder gepl. Lieferzusage
ausgeführt. Der erste Planungsschritt wird immer ausgeführt. Er enthält ein Verrechnungsverfahren
und wertet aus, ob der gewünschte Liefertermin auf der Quellposition des Kundenauftrags/Verkaufsangebots
erfüllt werden kann oder nicht. Wenn der gewünschte Liefertermin eingehalten werden kann, werden alle
anderen Planungsschritte übersprungen. Andernfalls wird der zweite Planungsschritt ausgeführt, gefolgt
von entweder dem dritten oder dem vierten Planungsschritt, je nach der Einstellung für Neues
Lieferdatum optimieren. Der Zweck des zweiten Planungsschritts besteht darin, einen Fertigstellungstermin
zu berechnen, der eingehalten werden kann. Wenn Neues Lieferdatum optimieren deaktiviert ist, wird
der dritte Planungsschritt verwendet, um die Interimsauftragsstruktur auf der Grundlage des berechneten
möglichen Fertigstellungsdatums neu zu planen. Wenn Neues Lieferdatum optimieren aktiviert
ist, wird im vierten Planungsschritt ein optimierter Termin für die Fertigstellung berechnet, der vor dem
möglichen Fertigstellungstermin liegen kann, und die Interimsauftragsstruktur auf der Grundlage dieses
optimierten Fertigstellungstermins geplant. Wenn die Planungsphase der geplanten Lieferzusage abgeschlossen ist,
wird das Ergebnis in der Abschlussphase gespeichert. Wenn der Wunschliefertermin nicht eingehalten werden konnte,
wird in der Quellposition ein neues Lieferdatum auf der Grundlage des möglichen Fertigstellungstermins (wenn
Neues Lieferdatum optimieren deaktiviert ist) oder des optimierten Fertigstellungstermins (wenn
Neues Lieferdatum optimieren deaktiviert ist) festgelegt.
In der nachstehenden Abbildung sind die verschiedenen Phasen des Algorithmus zur geplanten Lieferzusage
dargestellt.

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie die Interimsauftragsstruktur, die in der geplanten
Lieferzusage verwendet wird, aufgebaut wird, was in den vier Planungsschritten geschieht und wie das Ergebnis der
geplanten Lieferzusage gespeichert wird. Darüber hinaus werden detaillierte Informationen dazu gegeben, wie
Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen für einen Interimsauftrag eingestellt wird, wie ein
Interimsauftrag reserviert und zugeordnet wird, wie ein Interimsauftrag geplant wird und wie
Interimsauftrags-Arbeitsgänge geplant werden.

Die geplante Lieferzusage beginnt mit dem Aufbau einer Interimsauftragsstruktur für die Quellposition des
Kundenauftrags/Verkaufsangebots, wenn noch keine verwendbare Interimsauftragsstruktur existiert. Das
Bedarfsdatum im Kopf des obersten Interimsauftrags wird auf das geplante Fälligkeitsdatum
gesetzt, das zur Erfüllung des gewünschten Liefertermins in der Quellposition erforderlich ist. Für
einen nicht konfigurierten Artikel werden die Fertigungsstrukturen und Arbeitspläne verwendet. Für einen
konfigurierten Artikel werden die für die Quellposition angegebenen Konfigurationsattribute zusammen mit den
konfigurierten Strukturen und Arbeitsplänen des Artikels verwendet. Die verwendete Version ist die
gültige Version für den Liefertermin auf dem derzeitigen Interimsauftrag.
Die Interimsauftragsstruktur wird mit allen Artikeln auf allen Ebenen und in allen Betrieben erstellt. Eine
Ausnahme tritt jedoch auf, wenn für eine Komponente eines Interimsauftrags in der Struktur
Planungszusage auf Nicht zugesagt gesetzt wurde. Dann wird der Interimsauftrag
für dieses Komponententeil ohne Komponenten und Vorgänge erstellt. Wenn Komponenten von anderen
Standorten bezogen werden., wird eine getrennte Interimsauftragsstruktur am Hauptlieferstandort erstellt. Eine
Interimsauftragsstruktur an einem Lieferstandort wird einer Interimsauftragsstruktur an einem Bedarfsstandort
untergeordnet.
Ausnahme: Wenn der Beschaffungscode der Quellposition Interne Bestellung Direkt, ist, wird das
Bedarfsdatum auf dem Kopf des obersten Interimsauftrags anders gesetzt. Der Kopf des oberstes
Interimsauftrags wird am Bedarfsstandort erstellt und enthält einen Interimsauftrag. Das
Bedarfsdatum für diesen Interimsauftragskopf wird gleich dem geplanten Lieferdatum auf der
Quellposition anstelle des geplanten Fälligkeitsdatums gesetzt. Auf diese Weise wird das
Bedarfsdatum des Interimsauftragskopfes am Lieferstandort mit dem Fälligkeitsdatum des
Lieferstandorts in der Quellposition übereinstimmen.
Wenn eine Stückliste/Interimsauftrag für die Quellposition vor der Ausführung der geplanten
Lieferzusage erstellt wurde (in der Regel für einen konfigurierten Artikel) und keine Artikelkomponenten von
einem anderen Standort geliefert werden, dann verwendet die geplante Lieferzusage diese
Stückliste/Interimsauftrag einschließlich Änderungen, anstatt eine neue zu erstellen. Wenn Sie die
geplante Lieferzusage wiederholt für dieselbe Position durchführen, wird eine bereits vorhandene
Interimsauftragsstruktur immer gelöscht und durch eine neue Interimsauftragsstruktur ersetzt. Das bedeutet,
dass alle Änderungen verloren gehen, wenn Sie eine bestehende Interimsauftragstruktur nach Ausführung der
geplanten Lieferzusage ändern und dann die geplante Lieferzusage erneut durchführen.
Bevor die Planungsphase der geplanten Lieferzusage fortgesetzt wird, wird für jeden Interimsauftrag in der
Struktur das Feld Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen gesetzt, je nachdem, ob für den
Interimsauftragsartikel bei Freigabe des verbundenen Kundenauftrags zugeordnete Bedarfsdecker erstellt werden
sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Das Feld „Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen“ festlegen.

Der erste Planungsschritt der geplanten Lieferzusage wertet aus, ob der gewünschte Liefertermin
erfüllt werden kann oder nicht. Ausgehend vom obersten Interimsauftrag werden die Interimsaufträge
verrechnet und in der Interimsauftragsstruktur rückwärts vom geplanten Bedarfstermin, der zur
Erfüllung des Wunschliefertermins erforderlich ist, nach unten geplant. Dieses Datum entspricht dem
Bedarfstermin in der Kopfzeile des obersten Interimsauftrags.
Für jeden Interimsauftrag in der Interimsauftragsstruktur, beginnend mit der obersten Interimsauftrag und
dann Ebene für Ebene nach unten, beginnend mit dem Interimsauftrag mit der niedrigsten ID auf jeder Ebene,
werden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Der Geplante Bedarfstermin wird wie folgt festgelegt:
- Für den obersten Interimsauftrag wird der Geplante Bedarfstermin auf den
Bedarfstermin im Kopf des obersten Interimsauftrags gesetzt.
- Bei einem untergeordneten Interimsauftrag wird der Bedarfstermin anders festgelegt:
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort deaktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag keine Vorlaufzeit-Abweichung hat, wird der
Geplante Bedarfstermin auf das gleiche Datum gesetzt wie das Geplante
Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag eine Vorlaufzeitabweichung hat, wird der Geplante
Bedarfstermin auf die Abweichung der Vorlaufzeit um die Anzahl der Tage vor dem
Geplanten Bedarfstermin des übergeordneten Interimsauftrags gesetzt, jedoch
nicht vor dem Geplanten Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort aktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit einem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin auf
Geplantes Startdatum/-zeit dieses Arbeitsgangs abzüglich der Wartezeit des
Arbeitsplatzes des Arbeitsgangs oder, wenn dieses Datum kein Arbeitstag gemäß dem Kalender
der Fertigung am Standort ist, auf den vorherigen Arbeitstag gesetzt.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit keinem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin genauso
festgelegt, wie bei der Deaktivierung von Planen und Laden für
Interimsauftragsvorgänge erstellen.
- Die Verrechnung erfolgt gegen den verfügbaren Bestand und die offenen Lieferungen bis
einschließlich zum Geplanten Lieferdatum. Die Nettomenge wird auf die
noch zu liefernde Menge gesetzt. Wenn eine Menge verrechnet wird, werden die angepassten Mengen auf
untergeordnete Interimsaufträge übertragen. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen. Je nach den gewählten Optionen für
Zuordnung werden Reservierungen und Zuordnungen vorgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter
Interimsauftrag reservieren und zuordnen.
- Das Geplante Startdatum wird durch Rückwärtsplanung des Interimsauftrags aus dem
Geplanten Bedarfstermin festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag planen.
- Der Starttermin wird auf dasselbe Datum wie das Geplante Startdatum und der
Bedarfstermin auf dasselbe Datum wie der Geplante Bedarfstermin gesetzt.
Wenn alle Blattknoten in der Interimsauftragsstruktur ein Startdatum haben, der nicht vor dem
ersten Arbeitstag nach dem heutigen Datum gemäß dem Fertigungskalender des Standorts liegt, bedeutet
dies, dass der angeforderte Liefertermin eingehalten werden kann, und der Planungsartikel der geplanten
Lieferzusage ist abgeschlossen. Andernfalls wird die geplante Lieferzusage mit dem zweiten Planungsschritt
fortgesetzt, gefolgt von Planungsschritt drei oder vier.
Planungsschritt 2: Vorwärtsplanung

Der zweite Planungsschritt der geplanten Lieferzusage wird ausgeführt, wenn der Wunschliefertermin nicht
eingehalten werden kann. Es wird ein Fertigstellungstermin errechnet, der eingehalten werden kann. Beginnend mit
den untersten Interimsaufträgen mit Nettomenge > 0 werden die Interimsaufträge ab dem
ersten Arbeitstag nach dem heutigen Datum gemäß dem Kalender der Fertigung am Standort in der Struktur
der Interimsaufträge vorgeplant.
Für jeden Interimsauftrag in der Interimsauftragsstruktur mit Nettomenge > 0,
beginnend mit den Interimsaufträgen der untersten Ebene und dann Ebene für Ebene aufwärts, beginnend
mit dem frühesten Interimsauftrag auf jeder Ebene, werden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Das Geplante Startdatum wird wie folgt eingestellt:
- Bei Interimsaufträgen der untersten Ebene mit Nettomenge > 0 wird das
Geplante Startdatum auf den ersten Werktag nach dem heutigen Datum gesetzt.
- Für einen übergeordneten Interimsauftrag wird Geplanter Starttermin auf den
spätesten Geplanten Bedarfstermin seiner untergeordneten Aufträge gesetzt.
- Der Geplante Bedarfstermin wird vom Spediteur bei der Planung des Interimsauftrags aus dem
Geplanten Startdatum festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag planen.
Das Ergebnis nach diesem Schritt ist ein mögliches Fertigstellungsdatum, das mit dem Geplanten
Bedarfstermin auf dem obersten Interimsauftrag übereinstimmt. Dieses Datum liegt nach dem
Bedarfsdatum in der Kopfzeile des obersten Interimsauftrags.

Der dritte Planungsschritt wird nach dem zweiten Planungsschritt durchgeführt, wenn Neues
Lieferdatum optimieren deaktiviert ist. Er terminiert die Interimsauftragsstruktur auf der Grundlage des
möglichen Fertigstellungstermins, der im vorherigen Planungsschritt berechnet wurde.
Für jeden Interimsauftrag in der Interimsauftragsstruktur, beginnend mit der obersten Interimsauftrag und
dann Ebene für Ebene nach unten, beginnend mit dem Interimsauftrag mit der niedrigsten ID auf jeder Ebene,
werden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Der Geplante Bedarfstermin wird wie folgt festgelegt:
- Für den obersten Interimsauftrag wird der Geplante Bedarfstermin auf das
mögliche Abschlussdatum gesetzt.
- Bei einem untergeordneten Interimsauftrag wird der Bedarfstermin anders festgelegt:
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort deaktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag keine Vorlaufzeit-Abweichung hat, wird der
Geplante Bedarfstermin auf das gleiche Datum gesetzt wie das Geplante
Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag eine Vorlaufzeitabweichung hat, wird der Geplante
Bedarfstermin auf die Abweichung der Vorlaufzeit um die Anzahl der Tage vor dem
Geplanten Bedarfstermin des übergeordneten Interimsauftrags gesetzt, jedoch
nicht vor dem Geplanten Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort aktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit einem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin auf
Geplantes Startdatum/-zeit dieses Arbeitsgangs abzüglich der Wartezeit des
Arbeitsplatzes des Arbeitsgangs oder, wenn dieses Datum kein Arbeitstag gemäß dem Kalender
der Fertigung am Standort ist, auf den vorherigen Arbeitstag gesetzt.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit keinem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin genauso
festgelegt, wie bei der Deaktivierung von Planen und Laden für
Interimsauftragsvorgänge erstellen.
- Das Geplante Startdatum wird durch Rückwärtsplanung des Interimsauftrags aus dem
Geplanten Bedarfstermin festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag planen.

Der vierte Planungsschritt wird nach dem zweiten Planungsschritt durchgeführt, wenn Neues
Lieferdatum optimieren deaktiviert ist. Er errechnet einen optimierten Fertigstellungstermin und
terminiert die Interimsauftragsstruktur auf der Grundlage dieses optimierten Fertigstellungstermins. Der optimierte
Fertigstellungstermin liegt nach dem Bedarfstermin auf dem Kopf des obersten Interimsauftrags und
vor oder gleich dem möglichen Fertigstellungstermin, der im zweiten Planungsschritt berechnet wurde. Um
herauszufinden, welches Datum innerhalb dieses Datumsintervalls der optimierte Fertigstellungstermin ist, wird ein
Rückwärtsplanungs- und Verrechnungsverfahren der Interimsauftragsstruktur, ähnlich wie im ersten
Planungsschritt, von verschiedenen Terminen innerhalb des Intervalls aus iteriert, bis der optimierte
Fertigstellungstermin gefunden ist. Dabei werden offene Lieferungen berücksichtigt, die für
Interimsaufträge verfügbar werden, wenn sie mit späteren Geplanten Lieferterminen
eingeplant werden als im ersten Planungsschritt verwendet. Größere Mengen von Interimsaufträgen
können verrechnet werden, wodurch sich die für die Fertigung/Beschaffung der Interimsaufträge
benötigte Zeit verkürzen könnte.
Der optimierte Fertigstellungstermin ist der früheste iterierte Termin, für den das
Rückwärtsplanungs- und Verrechnungsverfahren Geplante Startdaten ermittelt, die für
alle Interimsaufträge in der Struktur gemäß dem Fertigungskalender des Standorts gleich dem oder
später als der erste Arbeitstag nach dem heutigen Datum liegen. Wenn das letzte iterierte Datum nicht mit dem
optimierten Fertigstellungstermin übereinstimmt, wird eine weitere Iteration ab dem optimierten
Fertigstellungstermin durchgeführt, um die Verrechnung erneut durchzuführen und die
Interimsauftragsstruktur auf der Grundlage des optimierten Fertigstellungstermins neu zu planen. Je nach den
gewählten Optionen für Zuordnungen werden Reservierungen und Zuordnungen vor Ende des
vierten Planungsschritts vorgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag reservieren und zuordnen.
Das Datum der nächsten Iteration wird nach der Halbierungsmethode für das Datumsintervall festgelegt.
Das bedeutet, dass das Datum der nächsten Iteration auf das Datum zwischen dem Startdatum und dem Enddatum des
Intervalls gesetzt wird. Vor der ersten Iteration ist das Startdatum des Intervalls gleich dem
Bedarfsdatum auf dem Kopf des obersten Interimsauftrags und das Enddatum des Intervalls ist gleich
dem möglichen Fertigstellungstermin. Wenn kein Datum zwischen dem Startdatum und dem Enddatum des Intervalls
liegt, wurde das optimierte Fertigstellungsdatum gefunden. Es ist gleich dem aktuellen Enddatum des Intervalls.
In jeder Iteration wird das folgende Verfahren ausgeführt. Für jeden Interimsauftrag in der
Interimsauftragsstruktur, beginnend mit der obersten Interimsauftrag und dann Ebene für Ebene nach unten,
beginnend mit dem Interimsauftrag mit der niedrigsten ID auf jeder Ebene, werden die folgenden Schritte
durchgeführt:
- Der Geplante Bedarfstermin wird wie folgt festgelegt:
- Für den obersten Interimsauftrag wird der Geplante Bedarfstermin auf das aktuelle
Iterationsdatum gesetzt.
- Bei einem untergeordneten Interimsauftrag wird der Bedarfstermin anders festgelegt:
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort deaktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag keine Vorlaufzeit-Abweichung hat, wird der
Geplante Bedarfstermin auf das gleiche Datum gesetzt wie das Geplante
Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag eine Vorlaufzeitabweichung hat, wird der Geplante
Bedarfstermin auf die Abweichung der Vorlaufzeit um die Anzahl der Tage vor dem
Geplanten Bedarfstermin des übergeordneten Interimsauftrags gesetzt, jedoch
nicht vor dem Geplanten Startdatum des übergeordneten Interimsauftrags.
- Wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort aktiviert ist:
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit einem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin auf
Geplantes Startdatum/-zeit dieses Arbeitsgangs abzüglich der Wartezeit des
Arbeitsplatzes des Arbeitsgangs oder, wenn dieses Datum kein Arbeitstag gemäß dem Kalender
der Fertigung am Standort ist, auf den vorherigen Arbeitstag gesetzt.
- Wenn der untergeordnete Interimsauftrag mit keinem Arbeitsgang des übergeordneten
Interimsauftrags verknüpft ist, wird der Geplante Bedarfstermin genauso
festgelegt, wie bei der Deaktivierung von Planen und Laden für
Interimsauftragsvorgänge erstellen.
- Die Verrechnung erfolgt gegen den verfügbaren Bestand und die offenen Lieferungen bis
einschließlich zum Geplanten Lieferdatum. Die Nettomenge wird auf die
noch zu liefernde Menge gesetzt. Wenn eine Menge verrechnet wird, werden die angepassten Mengen auf
untergeordnete Interimsaufträge übertragen. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag verrechnen.
- Das Geplante Startdatum wird durch Rückwärtsplanung des Interimsauftrags aus dem
Geplanten Bedarfstermin festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrag planen.
Vor Abschluss der aktuellen Iteration wird das Intervall in zwei Hälften geteilt. Wenn alle Blattknoten in
der Interimsauftragsstruktur ein Geplantes Startdatum haben, das gemäß dem
Fertigungskalender des Standorts nicht vor dem ersten Arbeitstag nach dem heutigen Datum liegt, ist der aktuelle
Iterationstermin erfüllbar, und ein noch früherer Termin könnte auch erfüllbar sein. Dann wird
das Enddatum des Intervalls auf das aktuelle Iterationsdatum aktualisiert. Andernfalls kann das aktuelle
Iterationsdatum nicht eingehalten werden, wohl aber ein späteres Datum. Dann wird das Startdatum des
Intervalls auf das aktuelle Iterationsdatum aktualisiert.

Wenn die Planungsphase abgeschlossen ist, wird das Ergebnis der geplanten Lieferzusage gespeichert. Die bei der
geplanten Lieferzusage erstellten Informationen zu den Interimsaufträgen in der Interimsauftragsstruktur
werden in der Datenbank gespeichert. Allerdings könnten einige oder alle der tatsächlich erstellten
Interimsaufträge gelöscht oder teilweise verworfen werden. Wenn die Option für
Zuordnung, die bei der Durchführung der gepl. Lieferzusage angegeben wurden,
folgendermaßen gesetzt ist:
- Weder reservieren noch zuordnen: Alle Interimsaufträge werden gelöscht und ihre
Zuordnungen und Belastungen werden verworfen. Nur der Kopf des obersten Interimsauftrags wird gespeichert.
-
Reservieren und zuweisen oder Nur zuweisen: Interimsaufträge für
Artikel, für die zugeordnete Bedarfsdecker erstellt werden, wenn der Kundenauftrag freigegeben wird und
die Interimsaufträge der Komponenten gespeichert werden. Dies bedeutet, dass die Interimsaufträge mit
der Einstellung Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen auf Ja gesetzt und
die dazugehörigen Interimsaufträge gespeichert werden. Alle anderen Interimsaufträge werden
gelöscht. Bei den gespeicherten Komponenten-Interimsaufträgen für Artikel, für die bei
Freigabe des Kundenauftrags keine zugeordneten Bedarfsdecker erstellt werden, ist Auftragszuordnungen
bei Freigabe erstellen auf Nein gesetzt und wird teilweise verworfen. Lediglich ihre
Interimsaufträge werden beibehalten. Ihre Komponenten, Arbeitsrichtlinien für Komponenten,
Arbeitsgänge, Arbeitsrichtlinien für Arbeitsgänge und Werkzeuge werden verworfen. Auch die
Lieferungen und Auslastungen des Interimsauftrags werden verworfen. Sie werden keine Reservierungen haben.
Weitere Informationen darüber, wie das Feld Auftragszuordnungen bei Freigabe erstellen
festgelegt wird, finden Sie unter Einrichten des Felds
„Auftragszuordnungen bei Freigabe erstellen“ für Interimsaufträge.
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel dafür, welche Interimsaufträge in der Struktur gespeichert
werden, wenn der Beschaffungscode der Quellposition DOP-Auftrag und die Option für
Zuordnung Reservieren und zuordnen oder Nur zuweisen ist. Bei
allen Interimsaufträgen mit Artikeln, die für Aufträge geplant sind und deren
Standardbeschaffungstyp DOP lautet, wird Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen
auf Ja gesetzt. Diese Interimsaufträge und die ihre Kompenten-Interimsaufträge werden
gespeichert. Für die gespeicherten Interimsaufträge, die auf Lager geplant sind und einen anderen
Standardbeschaffungstyp als DOP haben, wird Auftragszuordnungen bei Freigabe
erstellen auf Nein gesetzt. Für diese Interimsaufträge werden nur die
Interimsauftrags-Bedarfe beibehalten.

Die gespeicherten Interimsaufträge behalten Reservierungen und Zuordnungen von verfügbarem Material
bei und, falls Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
für den Standort aktiviert ist, auch die verfügbare Kapazität durch die generierte Arbeitslast. Dies
verhindert, dass zukünftige geplante Lieferzusagen aus demselben Bestand und denselben offenen Lieferungen
verrechnet und Arbeitsgänge mit derselben Kapazität geplant werden können, die bereits in dieser
geplanten Lieferzusage verwendet wurden. Da für die gelöschten Interimsaufträge keine
Interimsauftragszuordnungen von verfügbarem Material oder verfügbarer Kapazität vorgehalten werden,
besteht die Gefahr, dass künftige geplante Lieferzusagen von denselben Beständen und offenen Lieferungen
und geplanten Arbeitsgängen mit denselben Kapazitäten verrechnet werden, die bereits von diesen
gelöschten Interimsaufträgen genutzt wurden. Durch die Ausführung von MRP und CRP nach der aktuellen
geplanten Lieferzusage und die Deaktivierung von Nur fix. Bedarf einschl in zukünftigen
geplanten Lieferzusagen wird dies jedoch verhindert.
Wenn die geplante Lieferzusage bei aktivierter Option MRP ausführen gestartet wurde, wird
ein Hintergrundjob zur Durchführung einer selektiven MRP (oder einer Projekt-MRP) für den angeforderten
Artikel ausgelöst. Dadurch sollen Zuordnungen für die auf Lager geplanten Artikel in der Struktur
erstellt werden. Wenn Komponenten von einem anderen Standort geliefert werden, wird die selektive MRP auch für
diese Komponenten am Lieferstandort durchgeführt. Wenn der angeforderte Artikel einen Primärplan hat,
wird die Primärplanung für den bestimmten Artikel durchgeführt, bevor die selektive MRP (oder die
Projekt-MRP) gestartet wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Bedarf der Quellposition den Bedarf der
Primärplanprognose aufbraucht, bevor die MRP ausgeführt wird, sodass keine doppelten Bedarfe berechnet
werden.
Hinweis: Für den angeforderten Artikel wird anstelle einer selektiven MRP eine selektive Projekt-MRP
durchgeführt, wenn die Quellposition mit einer Projektaktivität verbunden ist. Falls die Struktur
Komponenten am primären Bedarfsstandort enthält, die nicht im Projekt geplant sind, folgt auf die
selektive Projekt-MRP eine selektive MRP für diese Komponenten. Wenn Komponenten von einem anderen Standort
geliefert werden, wird die selektive MRP für diese Komponenten am Lieferstandort durchgeführt.
Wenn beim Starten der geplanten Lieferzusage auch CRP ausführen aktiviert wurde,
läuft CRP integriert mit der selektiven MRP (oder der Projekt-MRP) und bucht Maschinen- und/oder
Personalkapazität für die Artikel in der Struktur, die im selben Hintergrundjob auf Lager geplant
sind.
Die Position des Quellkundenauftrags oder des Verkaufsangebots wird aktualisiert. Wenn der Wunschliefertermin
nicht eingehalten werden kann, wird der Geplante Bedarfstermin auf dem obersten Interimsauftrag in
der Interimsauftragsstruktur verwendet, um das neue Geplante Fälligkeitsdatum auf der
Quellposition festzulegen. Wenn Neuer Liefertermin optimieren deaktiviert ist, entspricht dieses
Geplante Lieferdatum dem möglichen Fertigstellungstermin, der im zweiten Planungsschritt
berechnet wurde. Andernfalls ist das Datum gleich dem optimierten Fertigstellungsdatum, das im vierten
Planungsschritt berechnet wurde. Andere Termine in der Position, z. B. Gepl.
Liefertermin/-zeit, werden auf der Grundlage dieses neuen Geplanten Bedarfstermins
vorwärts berechnet. Das früheste Geplante Startdatum in der Interimsstruktur wird als
Spät. Freigabedatum in der Quellposition gesetzt. Dies ist das Datum, an dem die Fertigung
beginnen muss oder der erste Artikel gekauft werden muss.
Ausnahme: Wenn der Beschaffungscode der Quellposition Interne Bestellung Direkt ist, wird das
Geplante Lieferdatum auf dem obersten Interimsauftrag abzüglich der Externen
Liefervorlaufzeit, die zwischen dem primären Lieferstandort und dem Kunden definiert ist, verwendet,
um das neue Geplante Fälligkeitsdatum auf der Quellposition festzulegen. Auf diese Weise wird
das Fälligkeitsdatum des Lieferstandorts in der Quellposition gleich dem Lieferdatum des
obersten Interimsauftrags am Lieferort (der zum zweiten Interimsauftragskopf gehört).
Die geplante Lieferzusage gibt Ihnen schließlich eine Meldung, wenn das Lieferdatum geändert wurde.
Andernfalls werden Sie einfach informiert, dass das Lieferdatum kann wie geplant eingehalten werden kann.

Vor Beendigung des Schritts zum Aufbau der Interimsauftragsstruktur wird das Feld Auftragszuordnungen
bei Freigabe erstellen für jeden Interimsauftrag in der Struktur eingestellt. Das Feld wird für
diejenigen Interimsaufträge für Artikel auf Ja gesetzt, für die bei Freigabe des
Kundenauftrags zugeordnete Bedarfsdecker erstellt werden. Bei den anderen Interimsaufträgen für Artikel,
für die keine zugeordneten Bedarfsdecker erstellt werden, wird das Feld auf Nein gesetzt. Wie
das Feld zu setzen ist, hängt von verschiedenen Einstellungen ab. Auch ob der Interimsauftrag zum obersten
Kopf oder zu einem anderen Kopf auf einer niedrigeren Ebene in der Interimsauftragsstruktur gehört, hat
Auswirkungen.
- Für einen Interimsauftrag, der zum obersten Kopf gehört, wird Auftragszuordnung bei
Freigabe erstellen in Abhängigkeit vom Beschaffungscode des Quellkundenauftrags oder des
Verkaufsangebots gesetzt. Bei folgendem Beschaffungscode:
-
DOP-Auftrag:
- Wenn der Interimsauftrag der oberste Interimsauftrag ist: Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen ist auf Ja gesetzt.
- Andernfalls, wenn für den übergeordneten Interimsauftrag Zugeordnete Aufträge
bei Freigabe erstellen auf Ja gesetzt ist und für den Artikel des
Interimsauftrags derStandardbeschaffungstyp DOP und/oder konfigurierbar
ist: Zugeordnete Aufträge bei Freigabe erstellen ist auf Ja
gesetzt.
- Andernfalls: Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein
gesetzt.
-
Fertigungsauftrag:
- Wenn der Interimsauftrag der oberste Interimsauftrag ist: Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen ist auf Ja gesetzt.
- Andernfalls: Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein
gesetzt.
-
Lagerauftrag
- Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein gesetzt.
-
Interne Bestellung Transit:
- Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Ja gesetzt.
-
Interne Bestellung Direkt:
- Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Ja gesetzt.
- Für einen Interimsauftrag, der zu einem anderen Kopf auf einer niedrigeren Ebene in der Struktur
gehört, wird Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen abhängig von der Bezugsoption
des Verkaufsartikels gesetzt, der mit dem Bestandsartikel auf dem obersten Interimsauftrag für den
spezifischen Kopf verbunden ist. Bei folgender Bezugsoption:
-
DOP-Auftrag:
- Wenn für den übergeordneten Interimsauftrag Zugeordnete Aufträge bei Freigabe
erstellen auf Ja gesetzt ist und für den Artikel des Interimsauftrags
derStandardbeschaffungstyp DOP und/oder konfigurierbar ist:
Zugeordnete Aufträge bei Freigabe erstellen ist auf Ja
gesetzt.
- Andernfalls: Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein
gesetzt.
-
Fertigungsauftrag:
- Wenn beim übergeordneten Interimsauftrag Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen auf Ja gesetzt ist und der Interimsauftrag der oberste
Interimsauftrag für den spezifischen Kopf ist: Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen wird auf Ja gesetzt.
- Andernfalls: Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein
gesetzt.
-
Lagerauftrag:
- Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein gesetzt.
- Weder DOP-Auftrag, Fertigungsauftrag noch
Lagerauftrag:
- Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen ist auf Nein gesetzt.

Im ersten und vierten Planungsschritt der geplanten Lieferzusage wird für jeden Interimsauftrag in der
Stückliste/Interimsauftrag, der verrechnet werden soll und bei dem Planungszusage auf
Zugesagt gesetzt ist, eine Verrechnung durchgeführt. Damit eine DOP-Auftragskomponente
verrechnet werden kann, muss die Verbrauchsposition auf Verbraucht gesetzt sein.
Welche Interimsaufträge verrechnet werden sollen, hängt von verschiedenen Einstellungen ab. Auch ob die
Interimsaufträge zum obersten Kopf oder zu einem anderen Kopf auf einer niedrigeren Ebene in der
Stückliste/Interimsauftrag gehören, hat Auswirkungen.
- Für Interimsaufträge, die zum obersten Kopf gehören, ist die Verrechnung abhängig vom
Beschaffungscode der Quellposition des Kundenauftrags/Verkaufsangebots. Bei folgendem Beschaffungscode:
- DOP-Auftrag: Alle zum spezifischen Kopf gehörenden Interimsaufträge mit
Artikeln mit einem anderen Standard-Beschaffungstyp als DOP werden verrechnet. Wenn der
oberste Interimsauftrag für en Kopf für einen Artikel mit DOP-Verrechnung auf
Verrechnung oder Automatische Verrechnung gesetzt ist, werden auch die
Interimsaufträge für Artikel mit dem Standardbeschaffungstyp DOP verrechnet, wenn
für die Artikel DOP-Verrechnung auf Verrechnung oder Automatische
Verrechnung gesetzt ist.
Ausnahme: Wenn der oberste Interimsauftrag für einen Artikel mit einem anderen Standardbeschaffungstyp
als DOP gilt, wird der oberste Interimsauftrag nur verrechnet, wenn für den Artikel die
DOP-Verrechnung auf Verrechnung oder Automatische Verrechnung eingestellt
ist.
- Fertigungsauftrag: Alle Interimsaufträge, die zu dem betreffenden Kopf gehören,
außer dem obersten Interimsauftrag, werden verrechnet.
- Lagerauftrag: Alle Interimsaufträge, die zu diesem Kopf gehören, werden
verrechnet.
- Interne Bestellung Transit: Es wird kein zu diesem Kopf gehörender Interimsauftrag
verrechnet.
- Interne Bestellung Direkt: Es wird kein Interimsauftrag, der zu dem spezifischen Kopf
gehört, verrechnet.
- Bei Interimsaufträgen, die zu einem anderen Kopf auf einer niedrigeren Ebene in der Struktur
gehören, hängt die Verrechnung von der Bezugsoption des Verkaufsartikels ab, der mit dem
Bestandsartikel auf dem obersten Interimsauftrag für den spezifischen Kopf verbunden ist. Bei folgender
Bezugsoption:
- DOP-Auftrag: Siehe Angaben für den Fall, dass der Beschaffungscode
DOP-Auftrag ist.
- Fertigungsauftrag: Siehe Angaben für den Fall, dass der Beschaffungscode
Fertigungsauftrag ist.
- Lagerauftrag: Siehe, wenn der Beschaffungscode Lagerauftrag ist.
- Weder DOP-Auftrag, Fertigungsauftrag noch
Lagerauftrag: Es wird kein Interimsauftrag verrechnet, der zu dem betreffenden Kopf
gehört.
Hinweis: Interimsaufträge, bei denen Planungszusage auf Nicht zugesagt
gesetzt ist, werden nie verrechnet. Interimsaufträge, deren Verbrauchsposition auf
Nicht verbraucht gesetzt ist, werden ebenfalls nicht verrechnet, da sie im Materialentnahmeprozess
nicht verbraucht werden, und ihre Nettomenge wird auf 0 gesetzt.
Die Verrechnung eines Interimsauftrags erfolgt gegen den verfügbaren Bestand und die offenen Lieferungen
bis einschließlich zum Lieferdatum des Interimsauftrags, ohne dass die prognostizierte Menge
innerhalb der kumulierten Vorlaufzeit für Fertigungsartikel und innerhalb der erwarteten Vorlaufzeit für
Einkaufsartikel negativ wird. Die Verrechnung erfolgt, nachdem das Geplante Lieferdatum (zur
Festlegung des Lieferdatums) des Interimsauftrags berechnet wurde, aber vor der Berechnung des
Geplanten Startdatums (zur Festlegung des Startdatums). Das Verrechnungsverfahren
beginnt mit der Analyse der verfügbaren Menge in drei verschiedenen Berechnungen:
Das Verrechnungsverfahren beginnt durch Analysieren der verfügbaren Menge in drei verschiedenen
Berechnungen:
- Berechnung 1: verfügbarer Bestand
Die erste Berechnung fasst die Bestandsmenge zusammen. Nur verfügbarer Bestand wird zusammengefasst,
d. h. Artikel, die nicht reserviert, nicht beschädigt sind usw. Nur die Lagerplatztypen
Fertigungsstraße, Entnahmelagerplatz, und Beistelllager
werden berücksichtigt.
- Berechnung 2: verfügbare offene Lieferungen
In der zweiten Berechnung wird ermittelt, wie viel offene Lieferungen bis einschließlich zum
Lieferdatum des aktuellen Interimsauftrags zur Verfügung stehen, indem die
zusammengefassten Bedarfe mit Fälligkeiten bis zum Lieferdatum des Interimsauftrags von
den zusammengefassten Lieferungen mit Fälligkeitsdaten bis zum Lieferdatum des
Interimsauftrags abgezogen werden. Die Einstellungen Nur fix. Bedarf einschl und Nur
fix. Lieferungen einschl wirken sich darauf aus, welche Bedarfstypen bzw. welche Lieferungstypen in
die Berechnung eingeschlossen werden:
- Nur fix. Bedarf einschl: Wenn Nur fix. Bedarf einschl aktiviert ist,
werden nur feste Bedarfstypen in die Berechnung eingeschlossen. Andernfalls ist die Einstellung deaktiviert
und alle Bedarfstypen werden in die Berechnung eingeschlossen.
- Nur fix. Lieferungen einschl: Wenn Nur fix. Lieferungen einschl
aktiviert ist, werden nur fixe Lieferungstypen in die Berechnung eingeschlossen. Andernfalls ist die
Einstellung deaktiviert und alle Lieferungstypen werden in die Berechnung eingeschlossen.
Wenn Bedarfe zusammengefasst werden, stellt der Verrechnungsalgorithmus sicher, dass die reservierten
Mengen ausgeschlossen werden, da bei der ersten Berechnung reservierte Artikel abgezogen werden.
- Berechnung 3: niedrigste ATP
Die dritte Berechnung berechnet die niedrigste ATP (frei verfügbare Menge) über den
Bedarfstermin hinaus, aber innerhalb der kumulierten Vorlaufzeit für Fertigungsartikel und
innerhalb der erwarteten Vorlaufzeit für Einkaufsartikel. Diese ATP-Berechnung wird als kompensierte
kumulierte Standard-ATP berechnet. Lieferungen und Bedarfe über diese kumulierten/erwarteten Vorlaufzeiten
hinaus werden nicht berücksichtigt, weil die Verfügbarkeit jenseits dieser Vorlaufzeiten als unbegrenzt
betrachtet wird. Bei der Berechnung der kumulierten Wiederbeschaffungszeit wird der Produktionskalender
berücksichtigt, während die Berechnung der erwarteten Wiederbeschaffungszeit ohne Kalender erfolgt. Die
Einstellungen Nur fix. Bedarf einschl und Nur fix. Lieferungen einschl wirken
sich darauf aus, welche Bedarfstypen bzw. welche Lieferungstypen in die Berechnung eingeschlossen werden sollen,
und zwar auf dieselbe Weise wie bei der Berechnung 2 beschrieben.
Hinweis: Falls die Quellposition mit einer Projektaktivität verbunden ist, kann ein Interimsauftrag, der
zum obersten Interimsauftragskopf in der Struktur gehört, im Projekt geplant werden. Der oberste
Interimsauftrag ist immer im Projekt geplant. Für die anderen Interimsaufträge hängt dies vom
Beschaffungscode der Quellposition und den Einstellungen Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen
und MRP-Artikel ab. Ein Interimsauftrag kann nicht im Projekt geplant werden, es sei denn, der
übergeordnete Interimsauftrag ist ebenfalls im Projekt geplant. Wenn der Beschaffungscode
DOP-Auftrag lautet, ist ein Interimsauftrag mit einem im Projekt geplanten übergeordneten
Interimsauftrag auch im Projekt geplant, wenn Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen auf
Ja gesetzt ist und/oder wenn MRP-Artikel auf Nein gesetzt ist.
Wenn der Beschaffungscode nicht DOP-Auftrag lautet, ist ein Interimsauftrag mit einem im Projekt
geplanten übergeordneten Interimsauftrag auch im Projekt geplant, wenn MRP-Artikel auf
Nein eingestellt ist. Ein im Projekt geplanter Interimsauftrag wird aus Lagerbeständen und
Lieferungen beschafft, die mit derselben Projektaktivität wie die Quellposition verbunden sind. Bei den drei
obigen Berechnungen werden nur Bestände, Beschaffungen und Bedarfe berücksichtigt, die mit derselben
Projektaktivität verbunden sind. Wenn für das Projekt die Materialzuweisung auf
Innerhalb des Projekts eingestellt ist, werden bei der ersten Berechnung auch Bestände
berücksichtigt, die mit anderen Aktivitäten für dasselbe Projekt verbunden sind. Bei einem
Interimsauftrag, der nicht im Projekt geplant ist, werden bei den drei Berechnungen nur Bestände,
Beschaffungen und Bedarfe berücksichtigt, die mit keiner Projektaktivität verbunden sind.
Interimsaufträge, die zu einem anderen Interimsauftragskopf als dem obersten gehören, sind nie im Projekt
geplant.
- Verrechnete Menge = Niedrigster Wert {Verfügbarer Bestand + Offene Lieferungen,
Liefermenge}
Es ist jedoch nicht zulässig, die prognostizierte Menge innerhalb der kumulierten Vorlaufzeit für
Fertigungsartikel und innerhalb der erwarteten Vorlaufzeit für Einkaufsartikel negativ werden zu lassen. Daher
ist die niedrigste ATP, die in der Berechnung 3 berechnet wird, von großer Bedeutung. Ist die niedrigste
ATP gleich Null oder kleiner als Null, kann überhaupt keine Menge verrechnet werden. Ist die niedrigste ATP
kleiner als die Summe aus verfügbarem Bestand und offenen Lieferungen, ist es nicht möglich, eine
größere Menge als die niedrigste ATP zu verrechnen. Andernfalls ist es möglich, die Summe des
verfügbaren Bestands und der offenen Lieferungen zu verrechnen. Wenn also die verrechnete Menge
größer ist als die niedrigste ATP, wird die verrechnete Menge gemäß den folgenden Formeln
angepasst:
Wenn Niedrigste ATP ≤ 0, Formel verwenden:
Sonst wenn Niedrigste ATP < Verrechnete Menge, Formel verwenden:
- Verrechnete Menge = Niedrigste ATP
Die Nettomenge, d. h. die Menge, die nach Verrechnung mit dem vorhandenen Bestand und den
offenen Lieferungen noch für den Interimsauftrag zu liefern ist, wird schließlich nach folgender Formel
festgelegt:
- Nettomenge = Liefermenge -
Verrechnete Menge
Beispiel:
Angenommen, ein Interimsauftrag mit Liefermenge gleich 10 soll verrechnet werden und die
erwartete/kumulierte Vorlaufzeit für diesen Interimsauftragsartikel beträgt 6 Tage. In der folgenden
Abbildung ergibt die Berechnung 1, dass der verfügbare Bestand 4 ist. Bei der Berechnung 2 ergibt
sich aus den zusammengefassten Lieferungen bis zum Bedarfstermin abzüglich der
zusammengefassten Bedarfe bis zum Bedarfstermin eine verfügbare offene Lieferung bis zum
Bedarfstermin von 8. Dies bedeutet, dass der Eingangssaldo am Bedarfstermin 12
beträgt. Dies wird in der Berechnung 3 verwendet, die zu -10 führt, wenn die niedrigste ATP nach dem
Bedarfstermin, aber innerhalb der kumulierten/erwarteten Vorlaufzeit liegt, nachdem die ATP
für jeden Tag innerhalb des Zeitraums berechnet wurde.

Wird die erste Formel zur Berechnung der Nettomenge verwendet, ohne dass die projizierte Menge negativ wird, ist
das Ergebnis 10. Siehe Formel:
- Verrechnete Menge = Niedrigster Wert {Verfügbarer Bestand + Offene Lieferungen,
Liefermenge} = Niedrigster Wert {4 + 8, 10} = 10
Die verrechnete Menge muss jedoch angepasst werden, um zu vermeiden, dass die prognostizierte Menge negativ
wird. Da die niedrigste ATP kleiner als null ist, wird die verrechnete Menge auf null gesetzt. Siehe Formel:
Das bedeutet, dass die Nettomenge gleich 10 sein wird. Siehe Formel:
- Nettomenge = Liefermenge – Nettomenge
= 10 – 0 = 0

Nach dem Verrechnungsverfahren werden im ersten Planungsschritt der geplanten Lieferzusage für jeden
Interimsauftrag in der Interimsauftragsstruktur Reservierungen und Zuordnungen vorgenommen, wobei
Planungszusage auf Zugesagt gesetzt wird. Reservierungen und Zuordnungen werden
ebenfalls vor dem Ende des vierten Planungsschritts vorgenommen.
Dies geschieht in Abhängigkeit von der verwendeten Option für Zuordnung.
-
Reservieren und zuweisen:
- Verfügbare Bestände, die mit Interimsaufträgen für Artikel verrechnet wurden,
für die bei Freigabe des Kundenauftrags zugeordnete Bedarfsdecker erstellt werden, werden für die
Interimsaufträge reserviert. Diese Interimsaufträge haben Auftragszuordnung bei Freigabe
erstellen auf Ja gesetzt.
Hinweis: Reservierungen können nur für Interimsaufträge vorgenommen werden, wenn der
Beschaffungscode der Quellposition DOP-Auftrag lautet. Die Reservierung eines
Interimsauftrags, der zu einem anderen Interimsauftragskopf als dem obersten Interimsauftragskopf
gehört, ist nur möglich, wenn der Verkaufsartikel, der mit dem Bestandsartikel des obersten
Interimsauftrags für diesen spezifischen Kopf verknüpft ist, die Bezugsoption
DOP-Auftrag hat.
- Die Zuordnung für verfügbare Bestände und offene Lieferungen erfolgt durch die Erstellung
eines Interimsauftragsbedarfs für die Liefermenge des Interimsauftrags in der
Beschaffung-/Bedarfsansicht. Wenn der verfügbare Bestand und die offenen Lieferungen nicht ausreichen,
werden für die Nettomenge des Interimsauftrags Interimsauftragslieferungen erstellt. Die
Nettomenge ist die Menge, die nach Verrechnung mit dem vorhandenen Bestand und den offenen
Lieferungen noch zu liefern ist. Der erzeugte Interimsauftragsbedarf und die Lieferung schränken andere
Interimsaufträge in dieser und zukünftigen geplante Lieferzusagen ein, innerhalb der erwarteten oder
kumulierten Vorlaufzeit des Artikels aus dem gleichen verfügbaren Bestand und den offenen Lieferungen zu
verrechnen.
-
Nur zuweisen:
- Nur zuweisen: Im Bestand verfügbare Artikel werden nicht für den Interimsauftrag
reserviert.
- Die Zuordnung für verfügbare Bestände und offene Lieferungen erfolgt auf die gleiche Weise
wie für Reservieren und Zuordnen.
-
Weder reservieren noch zuordnen:
- Nur zuordnen: Im Bestand verfügbare Artikel werden nicht für den Interimsauftrag
reserviert.
- Die Zuordnung für verfügbare Bestände und offene Lieferungen erfolgt auf die gleiche Weise
wie für Reservieren und Zuordnen. Diese Zuordnung ist jedoch im Rahmen dieser
speziellen geplanten Lieferzusage nur vorübergehend. Der erstellte Bedarf und die Lieferung für
diesen Interimsauftrag werden in der letzten Phase der geplanten Lieferzusage verworfen, wenn das Ergebnis
gespeichert wird. Das bedeutet, dass der Interimsauftragsbedarf und die Lieferung nur andere
Interimsaufträge in dieser geplanten Lieferzusage beschränken, aus demselben verfügbaren
Bestand und denselben offenen Lieferungen innerhalb der erwarteten oder kumulierten Vorlaufzeit des Artikels
zu verrechnen. Interimsaufträge in anderen geplanten Lieferzusagen können aus demselben Bestand und
offenen Lieferungen verrechnet werden.
Hinweis: Falls die Quellposition mit einer Projektaktivität verbunden ist, kann ein Interimsauftrag, der
zum obersten Interimsauftragskopf in der Struktur gehört, im Projekt geplant werden. Der oberste
Interimsauftrag ist immer im Projekt geplant. Für die anderen Interimsaufträge hängt dies vom
Beschaffungscode der Quellposition und der Einstellung Auftragszuordnung bei Freigabe erstellen
und der in der Stückliste definierten Einstellung MRP-Artikel ab. Ein Interimsauftrag kann
nicht im Projekt geplant werden, es sei denn, der übergeordnete Interimsauftrag ist ebenfalls im Projekt
geplant. Wenn der Beschaffungscode DOP-Auftrag lautet, ist ein Interimsauftrag mit einem im
Projekt geplanten übergeordneten Interimsauftrag auch im Projekt geplant, wenn Auftragszuordnung bei
Freigabe erstellen auf Ja gesetzt ist und/oder wenn MRP-Artikel auf
Nein gesetzt ist. Wenn der Beschaffungscode nicht DOP-Auftrag lautet, ist ein
Interimsauftrag mit einem im Projekt geplanten übergeordneten Interimsauftrag auch im Projekt geplant, wenn
MRP-Artikel auf Nein eingestellt ist. Ein im Projekt geplanter Interimsauftrag
wird aus Lagerbeständen und Lieferungen beschafft, die mit derselben Projektaktivität wie die
Quellposition verbunden sind. Für einen im Projekt geplanten Interimsauftrag werden Reservierungen nur aus dem
Bestand vorgenommen, der mit derselben Projektaktivität verbunden ist, mit der die Quellposition verbunden
ist. Darüber hinaus werden Bedarf und Beschaffung für den Interimsauftrag, die erstellt werden, um
verfügbare Bestände und offene Lieferungen zuzuordnen, mit derselben Projektaktivität verbunden.
Wenn für das Projekt die Materialzuweisung auf Innerhalb des Projekts
eingestellt ist, können auch Bestände reserviert werden, die mit anderen Aktivitäten für
dasselbe Projekt verbunden sind. Bei einem Interimsauftrag, der nicht im Projekt geplant ist, werden Reservierungen
nur aus Beständen vorgenommen, die mit keiner Projektaktivität verbunden sind, und die erstellten Bedarfe
und Beschaffungen für den Interimsauftrag werden mit keiner Projektaktivität verbunden.
Interimsaufträge, die zu einem anderen Interimauftragskopf als dem obersten gehören, sind nie im Projekt
geplant.

In der Planungsphase werden die Interimsaufträge in der Interimsauftragsstruktur geplant. Der erste, dritte
und vierte Planungsschritt erfolgen durch Rückwärtsplanung, während der zweite Planungsschritt durch
Vorwärtsplanung erfolgt. Bei der Rückwärtsplanung eines Interimsauftrags ist der Geplante
Bedarfstermin bekannt und das Geplante Startdatum wird berechnet. Bei der
Vorwärtsplanung eines Interimsauftrags ist das Geplante Startdatum bekannt und der
Geplante Bedarfstermin wird berechnet. Das Geplante Startdatum in der
Rückwärtsplanung und das Geplante Lieferdatum in der Vorwärtsplanung werden auf
unterschiedliche Weise berechnet, je nachdem, ob der Interimsauftragsartikel extern eingekauft, intern eingekauft
und vom Lieferstandort zum Bedarfsstandort geliefert , intern eingekauft und vom Lieferstandort direkt Kunden
geliefert oder gefertigt wird. Bei der Fertigung des Teils sind auch die Standorteinstellung Auslastung
für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen und die Arbeitsplatz- und
Lohngruppeneinstellungen Begrenzte Kapazität von Bedeutung.
Wird der Bestandsartikel auf dem Interimsauftrag:
- Externer Einkauf:
– Es wird die für den Bestandsartikel definierte Einkaufsvorlaufzeit verwendet.
– Weder der Fertigungs- noch der Logistikkalender werden berücksichtigt (d. h. die
Aktivitäten können am Wochenende stattfinden). Fällt das berechnete Datum jedoch auf einen
arbeitsfreien Tag gemäß dem Standortlogistikkalender, wird es auf den nächsten Arbeitstag
angepasst.
- Intern eingekauft und vom Lieferstandort zum Bedarfsstandort geliefert:
– Die gesamte Vorlaufzeit, die von den Parametern Vorlaufzeit/Entnahme, Externe
Liefervorlaufzeit, Vorlaufzeit/Lieferung und Interne Lieferzeit, die
zwischen dem Lieferstandort und dem Bedarfsstandort definiert ist, und die Interne
Prüfzeit, die beim Lieferanten für den eingekauften Artikel definiert ist, wird verwendet.
Fällt das berechnete Datum gemäß dem Verteilungskalender des Standorts auf einen arbeitsfreien
Tag, wird es auf den nächsten Arbeitstag angepasst.
- Intern eingekauft und vom Lieferstandort direkt an den Kunden geliefert:
– Die Parameter Vorlaufzeit/Entnahme und Externe Liefervorlaufzeit, die
zwischen dem Lieferstandort und dem Kunden, der den angeforderten Artikel bestellt, definiert sind, werden als
gesamte Vorlaufzeit vom Standort zum Kunden verwendet.
- Gefertigt und Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
ist deaktiviert:
- Die festen und variablen Vorlaufzeiten werden zunächst für die Arbeitsgänge des Interimsauftrags
berechnet und dann zusammen mit der Nettomenge plus geplantem Ausschuss des Interimsauftrags
verwendet.
- Der Fertigungskalender des Standorts wird berücksichtigt (d. h. die Aktivitäten finden nur an
Werktagen statt).
- Gefertigt und Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
ist aktiviert:
- Jeder Interimsauftrags-Arbeitsgang wird ähnlich wie ein Fertigungsauftrags-Arbeitsgang terminiert. Wenn
für den Arbeitsplatz und/oder die Lohngruppe des Arbeitsgangs Begrenzte Kapazität
aktiviert ist, werden die Arbeitsgänge entsprechend der Restkapazität für jeden Tag nach Abzug
der bereits vorhandenen Auslastung geplant. Weitere Informationen finden Sie unter Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen.
– Der Fertigungskalender des Standorts und die Arbeitsplatzkalender werden berücksichtigt
(d. h. die Aktivitäten finden nur an Werktagen statt). Das berechnete Datum ist immer ein Werktag
gemäß dem Kalender des Standorts der Fertigung.

In allen vier Planungsschritten der geplanten Lieferzusage werden Interimsauftrags-Arbeitsgänge geplant,
wenn Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen für den
Standort aktiviert ist. Die Terminierung erfolgt im ersten, dritten und vierten Planungsschritt rückwärts
und im zweiten Planungsschritt vorwärts.
Gleichzeitig mit der Terminierung eines Arbeitsgangs wird ein Arbeitsplatz und/oder eine Arbeitsauslastung
erstellt. Die Terminierung funktioniert ähnlich wie bei der Terminierung eines Fertigungsauftrags, kann aber
auch die verbleibende Arbeitsplatz- und/oder Arbeitskapazität für jeden Tag berücksichtigen, um eine
begrenzte Planung durchzuführen. Ob begrenzt oder unbegrenzt geplant wird, hängt von den Einstellungen
Begrenzte Kapazität für den Arbeitsplatz und der eingerichteten Lohngruppe sowie der
Personalzeit-Lohngruppe des Arbeitsgangs ab. Wenn Begrenzte Kapazität aktiviert ist, wird der
Arbeitsgang entsprechend der verbleibenden Kapazität für jeden Tag nach Abzug der bereits vorhandenen
Auslastung geplant. Es wird keine neue Überlastung an einzelnen Tagen erstellt, und die Gesamtauslastung
während des geplanten Zeitraums des Interimsauftrags wird nicht höher sein als die gesamte
verfügbare Kapazität während desselben Zeitraums.
Beispiel 1: Rückwärtsterminierung bei begrenztem Arbeitsplatz mit unbegrenzter Lohngruppe
In diesem Beispiel wird ein Interimsauftrags-Arbeitsgang an einem Arbeitsplatz mit aktivierter
Begrenzter Kapazität rückwärts terminiert. Für die Lohngruppe des
Arbeitsgangs, die sowohl für die Einrichtung als auch für die Laufzeit identisch ist, ist
Begrenzte Kapazität deaktiviert. Der Arbeitsgang umfasst 2 Stunden
Maschinenrüstzeit, 4 Stunden Personalrüstzeit, 20 Stunden Maschinenlaufzeit und 40 Stunden
Arbeitszeit. Die verfügbare Kapazität des Arbeitsplatzes beträgt 8 Stunden pro Tag und die
verfügbare Kapazität der Lohngruppe beträgt 16 Stunden pro Tag.
Die folgenden Diagramme veranschaulichen, wie die Arbeitsplatzauslastung während der
Rückwärtsterminierung vom Geplanten Enddatum am Tag 7 um 17:00 Uhr erstellt
und geplant wird. Da Begrenzte Kapazität nur für den Arbeitsplatz aktiviert ist, wird
die Terminierung entsprechend der verbleibenden Arbeitsplatzkapazität für jeden Tag nach Abzug der
bereits vorhandenen Auslastung durchgeführt. Die verbleibende Kapazität der Lohngruppe wird nicht
berücksichtigt. Die fiktive Auslastung im Arbeitsplatz-Auslastungsdiagramm veranschaulicht, wie die bereits
bestehende Überlastung an Tag 5 fiktiv auf einen früheren Arbeitstag verteilt wird, um zu vermeiden,
dass die Gesamtauslastung größer wird als die gesamte verfügbare Kapazität während des
geplanten Zeitraums des Interimsauftrags-Arbeitsgangs. Bei einer Vorwärtsterminierung wäre die an
Tag 5 vorhandene Überlast fiktiv auf einen späteren statt auf einen früheren Arbeitstag
verteilt worden. Das Ergebnis der Rückwärtsterminierung ist, dass das Geplante
Startdatum des Arbeitsgangs auf Tag 2 um 16:00 Uhr gesetzt wird. Der vorangehende
Interimsauftrags-Arbeitsgang erhält ein Geplantes Enddatum von Tag 2 um 16:00 Uhr
oder früher.


Bei der Rückwärtsterminierung wird auch die Auslastung für die Lohngruppe erstellt und
terminiert. Da Begrenzte Kapazität für die Lohngruppe deaktiviert ist, wird die
Arbeitsauslastung entsprechend dem Zeitpunkt der Einplanung der Maschinenauslastung ohne Berücksichtigung der
verbleibenden Arbeitskapazität für jeden Tag eingeplant. Wie die Arbeitsauslastung erstellt und geplant
wird, ist in den folgenden Diagrammen dargestellt.


Beispiel 2: Rückwärtsterminierung bei begrenztem Arbeitsplatz mit begrenzter
Lohngruppe
In diesem Beispiel wird ein Interimsauftrags-Arbeitsgang auf einem Arbeitsplatz mit Begrenzter
Kapazität rückwärts terminiert, ähnlich wie im vorherigen Beispiel, aber dieses Mal
hat auch die Lohngruppe des Arbeitsgangs, die sowohl für die Einrichtung als auch für die Laufzeit
dieselbe ist, Begrenzte Kapazität aktiviert. Der Arbeitsgang umfasst 2 Stunden
Maschinenrüstzeit, 4 Stunden Personalrüstzeit, 20 Stunden Maschinenlaufzeit und 40 Stunden
Arbeitszeit. Die verfügbare Kapazität des Arbeitsplatzes beträgt 8 Stunden pro Tag und die
verfügbare Kapazität der Lohngruppe beträgt 16 Stunden pro Tag.
Die folgenden Diagramme veranschaulichen, wie Arbeitsplatz und Arbeitsauslastung für den Arbeitsgang
während der Rückwärtsterminierung vom Geplanten Endtermin an Tag 7 um 17:00
Uhr erstellt und terminiert werden. Da Begrenzte Kapazität sowohl für den Arbeitsplatz
als auch für die Lohngruppe aktiviert ist, reicht es nicht aus, nur nach der verbleibenden
Arbeitsplatzkapazität für jeden Tag zu planen, nachdem die bereits vorhandene Auslastung abgezogen wurde.
Für jeden Tag, an dem noch Arbeitsplatzkapazität vorhanden ist, muss auch die verbleibende
Lohngruppenkapazität für diesen Tag nach Abzug der bereits vorhandenen Auslastung berücksichtigt
werden. Durch den Vergleich der Arbeitsplatzauslastungsgrafik mit der Lohngruppenauslastungsgrafik können Sie
feststellen, ob der verbleibende Arbeitsplatz- oder Lohngruppenkapazität der begrenzende Faktor für einen
Tag war. An Tag 7 betrug die verbleibende Arbeitsplatzkapazität beispielsweise 4, aber nur
2 Maschinenstunden konnten an diesem Tag eingeplant werden, da die verbleibende Lohngruppenkapazität auf
4 Stunden begrenzt war. Das Ergebnis der Rückwärtsterminierung ist, dass das Geplante
Startdatum des Arbeitsgangs auf Tag 1 um 15:00 Uhr gesetzt wird, einen Tag früher als im
vorherigen Beispiel. Der vorangehende Interimsauftrags-Arbeitsgang erhält ein Geplantes
Enddatum an Tag 1 um 15:00 Uhr.




Mithilfe der Erweiterten Plantafel (APB) planen
Wenn die Berechnung der geplanten Lieferzusage abgeschlossen ist und eine Option für
Zuordnung verwendet wurde, die die Interimsstruktur gespeichert hat, können die
Interimsauftrags-Arbeitsgänge mit IFS/Erweiterte Plantafel (APB) terminiert werden. Dies ermöglicht eine
fortschrittlichere Planung unter Berücksichtigung der begrenzten Maschinen-, Arbeits- und
Werkzeugkapazitäten sowie der Materialbeschränkungen. Wenn der APB-Plan zurückgespeichert wird,
werden das Geplante Startdatum und der Geplante Bedarfstermin der betroffenen
Interimsaufträge sowie der Geplante Bedarfstermin der Quellposition aktualisiert.
Ergebnis einer geplanten Lieferzusage anzeigen
Sie können das Ergebnis einer geplanten Lieferzusage auf der Seite Ergebnis geplante
Lieferzusage analysieren, auf der die Informationen zum Interimsauftrag angezeigt werden, die
während der Ergebnisspeicherungsphase des Algorithmus für geplante Lieferzusage gespeichert wurden.
Weitere Informationen siehe Erg. gepl. Lieferzusage
analys..
Wenn die geplante Lieferzusage mit der Option für die Zuordnung auf Reservieren
und Zuordnen oder Nur Zuweisen ausgeführt wurde und die Interimsaufträge
geplant wurden (entweder mithilfe der APB oder mit für den Standort aktivierter Option Auslastung
für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen), wird die geschätzte Arbeitslast
gespeichert. Diese Auslastung erscheint als Zugesagt oder Zugesagter
Interimsauftrag und kann mithilfe der Seite Visuelle
Kapazitätsbedarfsplanung analysiert werden.
Beachten Sie, dass die Auslastung aus einem Interimsauftrags-Arbeitsgang in mehrere Abschnitte über mehrere
Tage entsprechend der Restkapazität für jeden Tag verteilt werden kann, wenn die begrenzte Auslastung
für den Arbeitsplatz oder die Lohngruppe aktiviert wurde.
Position mit geplanter Lieferzusage bearbeiten
Wenn Sie eines der Felder ändern, die Auswirkungen auf die Daten haben, bevor der Kundenauftrag freigegeben
wurde oder das Verkaufsangebot entweder verloren oder in einen Kundenauftrag umgewandelt wurde, entfernt das System
den Wert im Feld Spät. Freigabedatum, löscht den Indikator Gepl.
Lieferzusage und löscht die Interimsauftragsstruktur. Auch Reservierungen, Zuordnungen und
Auslastung, die möglicherweise während der geplanten Lieferzusage erstellt worden sind, werden entfernt.
Wenn die automatische geplante Lieferzusage aktiviert ist, startet das System eine neue geplante Lieferzusage
automatisch. Das Gleiche geschieht bei Änderung des Beschaffungscodes oder der Verkaufsmenge.
Kundenauftrag aus Verkaufsangebotsposition mit geplanter Lieferzusage erstellen
Wenn Sie aus einer Verkaufsangebotsposition mit einer geplanten Lieferzusage einen Kundenauftrag anlegen, wird
das Ergebnis der geplanten Lieferzusage in die neue Kundenauftragsposition übernommen. Wird der Kundenauftrag
im Status Freigegeben angelegt, verhält sich das System wie in Kundenauftrag mit geplanter Lieferzusage freigeben
beschrieben.
Es kann kein Kundenauftrag freigegeben werden, wenn das Späteste Freigabedatum in der
Vergangenheit liegt. Der Auftrag verbleibt im Status Geplant. Stattdessen sollte eine neue
geplante Lieferzusage ausgeführt werden.
Wenn ein Kundenauftrag mit geplanter Lieferzusage freigegeben wird und die geplante Lieferzusage mit der Option
für Zuordnung auf Weder reservieren noch zuweisen ausgeführt wurde,
verhält sich das System ähnlich, als ob keine geplante Lieferzusage durchgeführt worden
wäre.
Wurde die geplante Lieferzusage mit der Option für Zuordnung auf Reservieren und
Zuordnen oder Nur Zuweisen ausgeführt, wird die Interimsauftragsstruktur bei
Freigabe des Kundenauftrags gelöscht. Der Beschaffungscode wirkt sich wie folgt auf das Verhalten aus:
- DOP-Auftrag: Zunächst wird eine DOP-Struktur entsprechend der Interimsauftragsstruktur
erstellt. Das bedeutet, dass DOP-Aufträge für die Artikel erstellt werden, deren
Beschaffungstyp auf DOP eingestellt ist, sowie für die darunter liegenden
Ebenen in der Stückliste. Die Daten auf den DOP-Aufträgen werden entsprechend den Daten auf den
Interimsaufträgen festgelegt. Wenn die Interimsaufträge terminiert sind, werden aufgrund der
Standort-Einstellung Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und erstellen
die Termine für die DOP-Aufträge entsprechend den Terminen für die Interimsaufträge
festgelegt. Für Artikel, bei denen der Standardbeschaffungstyp auf DOP und
Planungszusage auf Nicht zugesagt gesetzt ist, werden die DOP-Struktur und die
Termine gemäß der Standardlogik erstellt, da für solche Artikel keine Interimsstruktur
existiert.
Die Reservierungen werden dann von den Interimsaufträgen auf die DOP-Aufträge übertragen. Liegen
Reservierungen auf der obersten Ebene vor, werden diese direkt an die Kundenauftragsposition geliefert.
Anschließend werden die DOP-Aufträge mit dem Bestand und den offenen Lieferungen verrechnet. Das
System wird jedoch für Artikel verrechnen, für die Planungszusage auf
Zugesagt gesetzt ist, nie mehr als die auf dem Interimsauftrag verrechnete Menge verrechnen.
Schließlich werden die DOP-Aufträge freigegeben, die Fertigungsaufträge für die noch zu
liefernde Menge an gefertigten Artikeln und Bestellungen für Einkaufsartikel erzeugen. Beachten Sie, dass
der Schritt der Bestellanforderung umgangen wird. Wenn eine Bestellposition für einen intern eingekauften
Artikel angelegt wird, werden auch eine interne Kundenauftragsposition am Lieferstandort und ein
Umlagerungsauftrag, der die Bestellposition und die Kundenauftragsposition miteinander verknüpft, angelegt.
Sowohl die interne Bestellung als auch der interne Kundenauftrag werden automatisch freigegeben. Der
Beschaffungscode der internen Kundenauftragsposition wird entsprechend der Bezugsquellenoption des Verkaufsteils
festgelegt. Wenn eine interne Kundenauftragsposition mit dem Beschaffungscode DOP-Auftrag
automatisch erstellt und freigegeben wird, wird eine DOP-Struktur entsprechend der Interimsauftragsstruktur
erstellt, verrechnet und am Lieferstandort in ähnlicher Weise wie die DOP-Struktur am Bedarfsstandort
freigegeben. Dann werden auch die Reservierungen aus den Interimsaufträgen in die DOP-Aufträge
übertragen.
- Fertigungsauftrag: Für den obersten Artikel wird ein zugeordneter Fertigungsauftrag
erstellt, ähnlich wie wenn keine geplante Lieferzusage durchgeführt wurde. Für die Komponenten
werden keine zugeordneten Aufträge angelegt, da sie durch andere Mechanismen wie die Materialbedarfsplanung
geplant werden sollen.
- Interne Bestellung Transit/Interne Bestellung Direkt: Für den obersten
Artikel des Bedarfsstandorts wird eine verknüpfte interne Bestellposition erstellt, so als ob keine geplante
Lieferzusage durchgeführt worden wäre. Wenn das System eine interne Kundenauftragsposition am
Lieferstandort anlegt, wird automatisch eine geplante Lieferzusage am primären Lieferstandort
durchgeführt, wenn der mit dem Verkaufsartikel verknüpfte Bestandsartikel an diesem Standort für
eine automatische geplante Lieferzusage eingerichtet wurde. Dies wird empfohlen, da sonst Zuordnungen und
Auslastung verloren gehen, wenn der Kundenauftrag am Bedarfsstandort freigegeben wird.
Einschränkungen
- Für Quellpositionen mit den Beschaffungscodes Lagerauftrag kann nur Weder
reservieren noch zuordnen als Option für Zuordnung ausgewählt werden, was
bedeutet, dass eine andere geplante Lieferzusage mit demselben Material verrechnet und mit derselben
verfügbaren Kapazität geplant werden könnte, da keine Zuordnung erstellt und keine Auslastung
gespeichert wird.
- Um die geplante Lieferzusage durchführen zu können, müssen die Artikel in der Stückliste
phasenweise Artikelrevisionen aufweisen und die gefertigten Artikel müssen zu bestimmten Terminen innerhalb
des Zeitintervalls, das der Algorithmus der geplanten Lieferzusage verwendet, baubare Stückliste und
Arbeitspläne haben. Beachten Sie, dass diese Daten in einigen Fällen vor dem heutigen Datum liegen
können. Die Artikel dürfen nicht seriengültig sein.
- Die gleichen Struktur- und Arbeitsplanrevisionen, die beim Aufbau der Interimsauftragsstruktur verwendet
werden, werden auch in der Planungsphase der geplanten Lieferzusage verwendet, auch wenn die
Interimsaufträge auf andere Termine verschoben werden können, an denen die Struktur- und
Arbeitsplanrevisionen nicht gültig sind.
- Wenn die geplante Lieferzusage mit einem auf Interne Direktbestellung festgelegten
Beschaffungscode ausgeführt wird, wird der oberste Interimsauftrag in der Struktur, der am Bedarfsstandort
erstellt wird,intern gekauft und direkt vom Beschaffungsstandort an den Kunden geliefert. Bei der Planung dieses
Interimsauftrags wird keine Liefertour berücksichtigt, die möglicherweise zwischen dem
Beschaffungsstandort und dem Kunden, der den angeforderten Artikel bestellt, definiert wurde. Das bedeutet, dass
die geplante Lieferzusage den obersten Interimsauftrag so planen kann, dass er an einem Tag versendet wird, der
gemäß der definierten Tour kein Liefertag ist.
- Die MRP (oder die Projekt-MRP) kann keine Zuordnungen für Artikel mit den Planungsmethoden
B, C und N erstellen, da diese von der MRP nicht verarbeitet
werden. Für Interimsaufträge mit Artikeln, die in der aktuellen geplanten Lieferzusage gelöscht
werden, bedeutet dies, dass es nicht möglich ist, zu verhindern, dass künftige geplante Lieferzusagen
aus demselben Bestand und denselben offenen Lieferungen, die bereits von diesen gelöschten
Interimsaufträgen verwendet werden, verrechnet werden, indem die MRP nach der aktuellen geplanten
Lieferzusage durchgeführt wird. Es ist auch nicht möglich zu verhindern, dass künftige geplante
Lieferzusagen dieselbe Kapazität nutzen, die bereits von den gelöschten Interimsaufträgen genutzt
wurde, indem eine in die MRP integrierte CRP ausgeführt wird.
- Wenn Sie die geplante Lieferzusage für eine Quellposition durchführen, bei der Nur fix.
Bedarf einschl deaktiviert ist, wird empfohlen, vor der Ausführung der geplante Lieferzusage keine
MRP auszuführen. Wenn dies der Fall ist, kann die MRP entsprechend dem Bedarf der Quellposition einen nicht
nicht-festen Bedarf des Typs MRP-Planung/Bedarf erzeugt haben. Diese Bedarfe ordnen die
verfügbaren Bestände und offenen Lieferungen für Artikel, die für die MRP geplant sind, in
der Produktstruktur zu und können verhindern, dass die geplante Lieferzusage verfügbare Bestände
und offene Lieferungen verrechnet werden, die sonst verrechnet hätten werden könnten.
- Wenn Sie die geplante Lieferzusage für eine Quellposition mit Nur fix. Bedarf einschl
deaktivieren, werden alle Bedarfe, die für die MRP geplant sind, bei der Verrechnung berücksichtigt,
einschließlich der für die MRP geplanten Bedarfe, die aus in der Primärplanung prognostizierten
Bedarfen stammen. Die geplanten MRP Bedarfe, die aus der Primärplanprognose stammen, können durch den
Bedarf der Quellposition verursacht werden, sobald die Primärplanung und MRP laufen. Wenn die geplante
Lieferzusage für die Quellposition vor der Primärplanung und der MRP läuft, bleiben diese Bedarfe
bestehen und können verhindern, dass die geplante Lieferzusage verfügbare Bestände und offene
Lieferungen verrechnet werden, die sonst verrechnet werden könnten. Es gibt keine Möglichkeit zu
unterscheiden, welche geplanten MRP-Bedarfe aus Primärplanprognosen stammen, und daher ist es nicht
möglich, sie bei der Verrechnung der geplanten Lieferzusagen auszuschließen.
- Wenn Sie die gepl. Lieferzusage mit Auslastung für Interimsauftrags-Arbeitsgänge planen und
erstellen aktivieren, werden Verknüpfungen zwischen untergeordneten Interimsaufträgen und
Arbeitsgängen auf übergeordneten Interimsaufträgen nur dann berücksichtigt, wenn die
Interimsauftragsstruktur im ersten, dritten und vierten Planungsschritt rückwärts geplant wird. Beim
zweiten Planungsschritt, der Berechnung eines möglichen Fertigstellungstermins durch Vorplanung der Struktur
des Interimsauftrags, werden Arbeitsgänge nicht berücksichtigt. Infolgedessen kann der mögliche
Fertigstellungstermin später liegen, als dies der Fall gewesen wäre, wenn die
Anschlussarbeitsgänge berücksichtigt worden wären. Wenn es wichtig ist, Arbeitsgänge bei der
Generierung des neuen Liefertermins zu berücksichtigen, der berechnet wird, wenn der angeforderte
Liefertermin nicht erfüllt werden kann, empfiehlt es sich, Neues Lieferdatum optimieren zu
aktivieren.
- Das neue Lieferdatum, der berechnet wird, wenn der Wunschliefertermin nicht erfüllt werden kann und
Neuen Liefertermin optimieren aktiviert ist, ist nicht unbedingt das früheste Lieferdatum,
das erfüllt werden kann. Es wird nur optimiert, indem offene Lieferungen berücksichtigt werden, die
für Interimsaufträge verfügbar werden, wenn sie mit späteren Geplanten
Lieferterminen eingeplant werden. Es ist nicht möglich, das Lieferdatum zu optimieren, indem man
die optimale zu verrechnende Menge auf jedem Interimsauftrag berechnet, wenn derselbe Artikel auf mehreren
Interimsaufträgen in der Struktur vorhanden ist. Und auch nicht, indem man die optimale Reihenfolge
berechnet, in der die Interimsauftrags-Arbeitsgänge eingeplant werden sollten, wenn die Kapazität von
Arbeitsplätzen und Arbeitsklassen beschränkt ist.
- Bei der Freigabe einer Kundenauftragsposition mit geplanter Lieferzusage, gespeicherter
Interimsauftragsstruktur und Beschaffungscode auf DOP-Auftrag werden die DOP-Auftragstermine von
den Interimsaufträgen geerbt. Wenn ein DOP-Auftrag eine geringere Menge verrechnet als der Interimsauftrag,
kann das Startdatum des DOP-Auftrags später liegen als angesichts der höheren DOP-Auftragsmenge
erforderlich. Daher kann es vorkommen, dass die Lieferung von DOP-Aufträgen zu spät geplant wird, um
den Materialbedarf der Fertigungsaufträge zu decken.
- Die Einstellung Standardbestand in Projekt-MRP/Projekt-PP verwenden auf der Registerkarte
Projektdefinition/Standort wirkt sich nicht auf den
Algorithmus der gepl. Lieferzusage aus.